Ausgelassene Stimmung bei Jubiläumsfeier

10.02.2011
 
Rund 350 Gäste haben im Sendezentrum in Deutz das 10-jährige Jubiläum der RTL Journalistenschule gefeiert. Und dazu gab es allen Grund, denn die von Direktor Peter Kloeppel und Geschäftsführer Leonhard Ottinger Anfang 2001 ins Leben gerufene RTL Journalistenschule hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren als erfolgreiche und anerkannte Ausbildungsstätte für Fernsehjournalismus etabliert. Man habe seither “145 hervorragend ausgebildete junge Fernsehredakteure in die Welt entlassen und eine Vermittlungsquote von 100 Prozent erreicht“, bilanzierte RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt in ihrer Eröffnungsrede am Nachmittag nicht ohne Stolz.
 
V.li.: Schuldirektor Peter Kloeppel, Assistentin der Geschäftsführung Jutta Lindemann, die ehemaligen RTL Journalistenschüler Katty Salié, Martin Gradl und Simon Südel sowie Geschäftsführer Leonhard Ottinger
 
Die RTL-Chefin leitete damit eine Fachtagung vor zunächst rund 200 geladenen Gästen zum Thema “TV im 21. Jahrhundert – das nächste Jahrzehnt“ ein und bekannte sich dabei nachhaltig zu den Informationsprogrammen der Sendergruppe. In diesem Sinne sei vor zehn Jahren auch die RTL Journalistenschule als klares Bekenntnis von RTL zur Förderung des journalistischen Nachwuchses gegründet worden. Im medienpolitischen Teil ihrer Rede sprach sie sich gegen den Gedanken aus, der Branche ein regulatorisches Zwangskorsett anlegen zu wollen und Informationsanteile quantitativ und qualitativ vorzuschreiben. “Insgesamt wäre es an der Zeit, den Grundgedanken der Regulierung vom Zwangs- zum Motivationssystem weiterzuentwickeln. Anreize könnten ein hilfreiches Mittel darstellen, um die Rundfunkveranstalter zu motivieren, ihrer gesellschafts-politischen Rolle freiwillig und in angemessenem Umfang nachzukommen.“
 
RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt
 
Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW war in seiner anschließenden Rede voll des Lobes für RTL, das seinem Informationsauftrag weit mehr als erforderlich nachgehe. So seien die Hauptnachrichten RTL Aktuell eine Kernmarke des Senders geworden. Mit Blick auf die RTL Journalistenschule, deren Gesellschafter die Landesmedienanstalt NRW ist, fügte Brautmeier hinzu: “Ich wüsste nicht, welcher private Fernsehsender sich noch, auch über die Grenzen unseres Landes hinaus, eine Journalistenschule leistet. Die meisten privaten Sender leisten sich eben anderes, mit denen Landesmedienanstalten dann in anderem Zusammenhang zu tun haben.“
 
Einige Journalistenschüler/-innen des aktuellen Jahrgangs
 
Unter der souveränen Moderation von Katty Salié, einer ehemaligen Journalistenschülerin, die heute u.a. das WDR-Kulturmagazin west art moderiert, ging es danach mit Vorträgen weiter: Medienwissenschaftler Prof. Dr. Lothar Mikos hinterfragte, was Fernsehinformation künftig leisten muss; RTL interactive Geschäftsführer Marc Schröder skizzierte die aktuellen Strategien, RTL Formate den Zuschauern jederzeit und überall verfügbar zu machen; Journalist Christian Jakubetz referierte über "Journalistische Bewegtbildformate crossmedial“ auch anhand ganz aktueller Beispiele wie den Unruhen in Ägypten.
 
V.li.: Leonhard Ottinger, Katty Salié (Moderatorin des Abends) und Peter Kloeppel
 
Im Anschluss skizzierte Marcy McGinnis, ehemalige Verantwortliche für die Nachrichten des US-Senders CBS News und Dekanin der School of Journalism an der Stony Brook University in New York, die Entwicklung des Fernsehjournalismus in den Vereinigten Staaten und wie sich die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten auf das Fernsehverhalten der Amerikaner auswirkt. Im Gespräch mit Peter Kloeppel ging sie darüber hinaus auf die Bedeutung des journalistischen Nachwuchses ein und erklärte, warum es so wichtig ist, dass die neue Generation angehender TV-Journalisten in der Lage ist, aus der Flut von Informationen echte Nachrichten zu generieren.
 
Peter Kloeppel und Marcy McGinnis (Associate Dean der School of Journalism an der Stony Brook University/ New York)
 
In einem launigen Festakt zogen Peter Kloeppel und Leonhard Ottinger ihre persönliche Bilanz nach zehn Jahren Journalistenschule. “Es gab viele Momente, wo wir gemerkt haben, wie toll es ist, mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten und auch von ihnen zu lernen", so Peter Kloeppel. Sein Wunsch für die Zukunft? “Dass Jutta Lindemann, die Assistentin und gute Seele der Geschäftsführung, der Journalistenschule noch lange erhalten bleibt!“ Leonhard Ottinger ergänzte: “Es ist ein großes Netzwerk entstanden und mein Wunsch wäre, dass es sich ausbaut und wir noch in den nächsten Jahren möglichst viele neue Projekte angehen können."
 
V.li.: Peter Kloeppel, Leonhard Ottinger, Anke Schäferkordt und Gerhard Zeiler
 
Jan Marc Eumann, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, übermittelte anschließend die Glückwünsche der NRW-Landesregierung und kam dabei nicht umhin, dem Sender RTL zu bescheinigen, er mache ja derzeit nur noch gute Nachrichten. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters bekannte freimütig, er sei stellvertretend für die ganze Stadt stolz, einen so starken Sender, eine so starke Sendergruppe zu beheimaten. Großartig, kurzweilig und höchst unterhaltsam der Film über den besonderen Spirit der Journalistenschule, den mit Eva Mommsen und Anika Ehlke zwei ehemalige Schülerinnen produziert hatten, ebenso wie der filmische “Schulrapblick“ der beiden Absolventen Lutz-Philipp Harbaum und Moritz Harms. Beide Filme können Sie unten auch anschauen.
 
Das letzte Wort hatte Gerhard Zeiler, Geschäftsführer der RTL Group. Der CEO hob dabei die Wichtigkeit eines professionellen Journalismus im TV hervor und machte deutlich: “Man kann nicht der Nummer-Eins-Sender in einem Land sein, ohne dem Wunsch der Zuschauer nach professioneller Information Rechnung zu tragen. Je mehr Blogs es gibt, je mehr User-generated Content im Internet und auf allen anderen Plattformen zu sehen sein wird, desto stärker steigt die Bedeutung von professionellem Qualitätsjournalismus. Und zu dem bekennen wir uns, gerade hier bei RTL.“
 
RTL Group CEO Gerhard Zeiler
 
Es war 20.30 Uhr, als der offizielle Teil der Jubiläumsveranstaltung beendet war - Zeit für die vielen Gäste, den Begriff Feierlichkeit nun beim Wort zu nehmen. Bei Kölsch, Wein, Sekt und Softdrinks wurde auf das Wohl der Schule, auf vergangene Lehrstunden und künftige Sternstunden des Journalismus angestoßen – das alles in strategisch günstiger Lage zum leckeren Büffet. Ein durch und durch runder Geburtstag, der bis in den Morgen andauerte.
 

Schauen Sie hier den Jubiläumsfilm an:

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Und hier den Schulrapblick:

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